Häufige Fragen zum Projekt #everynamecounts

Wir verfolgen mit #everynamecounts das Ziel, dass alle Namen auf allen Dokumenten in unserem Online-Archiv gefunden werden können. Je nach Dokumententyp werden auch weitere Informationen wie das Geburtsdatum, der letzter freiwilliger Wohnort oder Verwandte, so dass möglichst viele Informationen über einen Menschen recherchierbar werden. Gemeinsam wollen wir ein digitales Denkmal für die Opfer des Nationalsozialismus bauen.

Jede*r mit einem PC und einer stabilen Internetverbindung, kann bei #everynamecounts mitmachen.

Eine Teilnahme ist in vier einfachen Schritten möglich:

1. Projektseite öffnen
2. Auf „Klassifizieren“ klicken oder unter „Fang an“ die Dokumente eines bestimmten Lagers zur Bearbeitung auswählen
3. Hilfreiche Hinweise für die Arbeit mit den Archivdokumenten durchlesen
4. Mithelfen!

  1. Teilen Sie unsere Kampagne auf Social Media und rufen Sie Ihre Follower zum Mitmachen auf.
  2. Veranstalten Sie Aktionstage und erfassen Sie die Dokumente gemeinsam mit Ihrer Belegschaft.
  3. Informieren und aktivieren Sie Ihr Netzwerk. Wir stellen Ihnen gerne Infomaterial zur Verfügung.
  4. Lassen Sie uns per Video oder Nachricht wissen, warum Sie das Projekt unterstützen.
  5. Nutzen Sie Ihre Newsletter, Verteiler, Website etc., damit wir möglichst viele Helfer finden.
  6. Unterstützen Sie #everynamecounts mit Ihrer Zuwendung.

2020 haben unsere Freiwilligen rund 2,5 Millionen Dokumente indiziert – ein grandioses Ergebnis. Aber das ist erst der Anfang!

Nein, eine Registrierung ist nicht nötig, aber möglich. Auf unserer #everynamecounts-Seite bei Zooniverse haben sich schon tausende von Freiwilligen registriert. Die kostenlose Registrierung ermöglicht zum Beispiel, im Forum mit anderen Nutzer*innen ins Gespräch über die Dokumente zu kommen.

Ob Kolleg*innen, Schulklasse, Sportteam oder Freundeskreis: Die digitale Einführung und das weitere Begleitmaterial zu #everynamecounts bieten allen Interessierten die Möglichkeit, sich an dem Projekt zu beteiligen und gemeinsam über die nationalsozialistische Verfolgung zu lernen.

In der zweiten Projektphase, die zum Holocaust-Gedenktag 2021 startet, werden zunächst Häftlingspersonalkarten  und Häftlingspersonalbögen aus verschiedenen Konzentrationslagern indiziert. Diese beiden Dokumententypen enthalten viele Informationen über den jeweiligen Menschen.

Häufige Fragen zu den Arolsen Archives

Die Arolsen Archives sind ein internationales Zentrum über die Verfolgten des Nationalsozialismus mit dem weltweit umfassendsten Archiv zu den Opfern und Überlebenden der NS-Zeit. Die Sammlungen aus Millionen von Dokumenten zu Millionen von Schicksalen sind ein Denkmal aus Papier – von der UNESCO als Weltdokumentenerbe anerkannt.

Die Arolsen Archives wurden 1947 von den Alliierten gegründet. Ihre Ursprungsaufgabe damals: die Suche nach vermissten Opfern der NS-Diktatur und Dokumenten über die Verfolgungswege und NS-Verbrechen. Daraus ging 1948 der International Tracing Service (ITS) hervor. Über Jahrzehnte hat das Archiv Dokumente zu allen Opfergruppen des Hitler-Regimes zusammengetragen und aufbewahrt.

Seit 2013 gehört das Archiv zum Weltdokumentenerbe der UNESCO. 2019 benannte sich die Einrichtung in Arolsen Archives um und ist heute ein internationales Zentrum über die Verfolgung im Nationalsozialismus.

Die Bestände der Arolsen Archives beinhalten Information zu allen Opfergruppen der NS-Verfolgung. Das macht sie weltweit einzigartig. Das Archiv umfasst über 30 Millionen Akten, Karteikarten und Namenslisten zu Opfern des Holocaust und Häftlingen der Konzentrationslager, zu ausländischen Zwangsarbeiter*innen und Überlebenden.

17,5 Millionen Namen auf Hinweiskarten erzählen von 17,5 Millionen Schicksalen. Außerdem bewahren die Arolsen Archives rund 2800 Effekten auf. Das sind persönliche Gegenstände ehemals NS-Verfolgter, die vor allem in Konzentrationslagern gefunden wurden. Sie sollen den Familien und Nachkommen der rechtmäßigen Besitzer*innen zurückgegeben werden.

75 Jahre nach Ende des 2. Weltkriegs leben nur noch wenige Zeitzeugen der NS-Verbrechen. Heute und in Zukunft müssen also mehr denn je die Dokumente der Arolsen Archives diese Vergangenheit bezeugen. Dafür werden sie aufbewahrt, aufbereitet und allen zugänglich gemacht.

Die Arolsen Archives sind ein lebendiges Denkmal gegen das Vergessen der Gräueltaten, die heute von neuen Rassisten und Antisemiten geleugnet werden. Jede*r kann über die Online-Archive der Arolsen Archives die Schicksale der Opfer erforschen, und sie so nicht in Vergessenheit geraten lassen.

232 Mitarbeiter*innen arbeiten in den verschiedenen Abteilungen der Arolsen Archives. Sie recherchieren zum Beispiel Schicksale für Familienangehörige oder Freunde der Opfer, konservieren und digitalisieren Dokumente, erforschen und vermitteln sie.

jetzt mitmachen!